Vermögensaufbau in 5 Schritten (2023)

Wie Sie Ihr Geld sinnvoll anlegen

Die Inflation entwertet Ihr hartverdientes Geld. Wie können Sie es trotzdem schaffen, es für sich arbeiten zu lassen und ein kleines oder auch großes Vermögen aufzubauen? Hier finden Sie hilfreiche Antworten zu Aktien, Anleihen, Immobilien und ETFs.

Geld für sich arbeiten zu lassen klingt verlockend. Sie haben etwas gespart, geerbt oder eine Einmalzahlung erhalten? Von Ihrem Gehalt bleibt nach Abzug aller Ausgaben noch Geld übrig? Dann können Sie mit dem richtigen Investment Ihr Kapital vermehren und sich so im Alter absichern oder für Ihre Kinder vorsorgen.

Problematisch ist aktuell, dass die hohe Inflation Ihr Geld entwertet. Was Sie heute haben, ist schon morgen weniger wert. Umso wichtiger ist daher die richtige Anlage. Wir zeigen Ihnen die Vorteile und Risiken verschiedener Investmentstrategien und blicken zunächst auf etwas Grundlegendes.

Die Grundlage für Ihren Vermögensaufbau: der Zinseszinseffekt

Geld für sich arbeiten zu lassen heißt vor allem, den Zinseszinseffekt zu nutzen. Zinsen, die Sie für Ihre Anlage nach dem ersten Jahr erhalten, werden auch in den darauffolgenden Jahren mitverzinst – daher der Begriff Zinseszins. Dabei spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle: 1. die Anlagedauer und 2. der Zinssatz beziehungsweise die Rendite.

Der Zinseszinseffekt vermehrt Ihr Vermögen insbesondere auf lange Sicht. Bei einem Zinssatz von nur 1 Prozent haben Sie nach 40 Jahren ein Plus von 48,9 Prozent erzielt. Aus 1.000 Euro werden so 1.489 Euro.

Ein höherer Zinssatz verstärkt den Effekt erheblich. Das gilt gleichermaßen für eine höhere durchschnittliche Rendite. Liegt diese bei 2 Prozent, werden aus 1.000 Euro nach 40 Jahren 2.208 Euro. Bei jährlich 5 Prozent sind es 7.040 Euro und bei 10 Prozent sogar 45.259 Euro. Ihr Vermögen wächst exponentiell.

Spartabelle für eine einmalige Anlage von 1.000 Euro:

Keine Zinsen

1 % pro Jahr

5 % pro Jahr

10 % pro Jahr

Nach 1 Jahr

1.000 Euro

1.010 Euro

1.050 Euro

1.100 Euro

Nach 5 Jahren

1.000 Euro

1.051 Euro

1.276 Euro

1.611 Euro

Nach 10 Jahren

1.000 Euro

1.219 Euro

1.629 Euro

2.594 Euro

Nach 40 Jahren

1.000 Euro

1.489 Euro

7.040 Euro

45.259 Euro

Mit 1.000 Euro im Jahr zu einer halben Million Euro Rente

Nun ist es allerdings schwierig, eine Anlage zu finden, die jährlich 10 Prozent über einen so langen Zeitraum einbringt. Das Rechenbeispiel veranschaulicht aber, wie Sie Ihr Vermögen mit richtigen Entscheidungen mehren können.

Wie stark wächst es, wenn Sie regelmäßig einen Teil von Ihrem Einkommen sparen? In der untenstehenden Tabelle sehen Sie, wie sich Ihre Wertanlage bei verschiedenen Zinssätzen entwickelt, wenn Sie jedes Jahr 1.000 Euro einzahlen.

So entwickelt sich Ihr Vermögen, wenn Sie 1.000 Euro jährlich anlegen, abhängig von unterschiedlichen Zinssätzen:

Keine Zinsen

1 % pro Jahr

5 % pro Jahr

10 % pro Jahr

Nach 1 Jahr

1.000 Euro

1.010 Euro

1.050 Euro

1.100 Euro

Nach 5 Jahren

5.000 Euro

5.152 Euro

5.802 Euro

6.716 Euro

Nach 10 Jahren

10.000 Euro

10.567 Euro

13.207 Euro

17.531 Euro

Nach 40 Jahren

40.000 Euro

49.375 Euro

126.840 Euro

486.852 Euro

Rechenbeispiel: Wenn Sie 10 Jahre lang jedes Jahr 1.000 Euro sparen, haben Sie bei einer Verzinsung von 1 Prozent knapp 10.600 Euro. Bei einer jährlichen Verzinsung von 5 Prozent wächst Ihr Gespartes auf 13.200 Euro und bei 10 Prozent auf gut 17.500 Euro. Investieren Sie 40 Jahre lang, werden aus 40.000 eingezahlten Euro bei 1 Prozent Zinsen etwa 49.400 Euro, bei 5 Prozent 126.800 Euro und bei 10 Prozent mehr als 486.800 Euro.

Der Zinseszinseffekt bei Aktien

Bei Aktien ist der relevante Wert die Rendite, zu der die Aktienkursentwicklung und die Dividende gehören. Wenn Sie die Dividende jeweils komplett reinvestieren, erzielen Sie auch hierfür einen Zinseszinseffekt. Bei ETFs und Fonds können Sie solche wählen, die etwaige Dividenden automatisch für Sie reinvestieren. Diese Anlagen nennen sich thesaurierend.

Beachten Sie aber dabei, dass bei Investments wie in Aktien die Renditeentwicklung nicht gleichmäßig ist. Guten Phasen stehen in der Regel schlechtere Phasen gegenüber. Die Beispielrechnungen und Schaubilder sind dennoch hilfreich, weil die durchschnittliche Rendite den gleichen Effekt wie ein fester Zinssatz hat. Wichtig sind bei schwankenden Anlagen jedoch der Einstiegs- und der Ausstiegszeitpunkt. Benötigen Sie all Ihr investiertes Geld zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktienmärkte stärker gesunken sind, schmälert sich Ihre Geldanlage mitunter beträchtlich.

Cost-Average-Effekt

Daher ist für Anlegerinnen und Anleger das kontinuierliche Investieren attraktiv. Kaufen Sie beispielsweise über einen Sparplan jeden Monat für die gleiche Summe Aktien, ETF- oder Fondanteile dazu, sind zeitweilig niedrigere Kurse sogar von Vorteil, weil Sie für die gleiche Summe mehr Anteilsscheine erwerben. Durch das gleichmäßige, langfristige Sparen gleichen Sie Kursschwankungen mit dem sogenannten Durchschnittskosten-Effekt aus und können langfristig ein kleines Vermögen aufbauen.

Was die Inflation für Ihren Vermögensaufbau bedeutet

Die Inflation spielt für Ihre Geldanlage eine wichtige Rolle: Sobald die Inflationsrate höher ist als Ihre Zinsen, verschlingt sie Ihren Vermögenszuwachs beziehungsweise schmälert sogar den Wert Ihrer Geldanlage. Die genaue Rechnung für den realen Zinssatz lautet:

(1 + Realzins) = (1 + Nominalzins) / (1 + Inflationsrate)

Die einfachere Rechnung „Zinssatz minus Inflationsrate“ ist aber ein sehr guter Näherungswert. Bei einem Nominalzins von 3 Prozent und einer Inflation von 2 Prozent, wächst Ihr Kapital inflationsbereinigt nur um etwa 1 Prozent.

(Video) Vermögensaufbau für Anfänger | in 5 Schritten Vermögen aufbauen

Mit diesem grundlegenden Wissen zu Zinsen und Rendite, gelangen Sie nun in 4 Schritten zum Vermögensaufbau.

5 Schritte für Ihren Vermögensaufbau

Schritt 1: Legen Sie Ihr Ziel fest.

Bevor Sie Ihr Geld anlegen, sollten Sie ein Ziel festlegen. Wozu brauchen Sie wann wie viel? Wollen Sie Ihre spätere Rente aufstocken? Wollen Sie Kapital für ein Haus oder eine Wohnung aufbauen? Oder benötigen Sie eine größere Summe in zwei, drei Jahren für ein neues Auto, eine Weltreise oder Renovierungsarbeiten am Haus?

Die Dauer der Einzahlung bestimmt Ihr Renditeziel. Je mehr Zeit Sie haben und je länger Sie einzahlen, desto stärker entfaltet sich die Macht des Zinseszinses.

10 Jahre, 20 Jahre, 40 Jahre: Wenn Sie wissen, wann Sie welche Schritte in Ihrem Leben und bei Ihrer Altersvorsorge gehen möchten, wirkt sich das entscheidend auf Ihren Vermögensaufbau aus. Denn: Je länger Ihr Anlagezeitraum, umso eher können Sie mit zwischenzeitigen Kursschwankungen leben. Deshalb ist vor allem langfristig eine hohe Aktienquote als Renditetreiber interessant.

Schritt 2: Bestimmen Sie Ihr Budget.

Im zweiten Schritt sollten Sie sich überlegen, wie viel Sie anlegen können. Wie hoch ist Ihr Einkommen? Wie hoch sind Ihre Ausgaben? Wie viel können Sie sparen? Mit dem Sparkassen-Finanzplaner können Sie beispielsweise einen sehr fundierten Überblick über Ihre finanzielle Lage bekommen.

Ganz wichtig: Rechnen Sie eine Notfallreserve ein. Falls unverhofft die Waschmaschine zu ersetzen ist, das Auto kaputtgeht oder familiäre Belastungen auf Sie zukommen, sollten Sie nicht erst einen Kredit aufnehmen müssen. In der Regel sind die Zinsen, die Sie für einen Kredit zahlen höher als die Rendite, die Sie mit Ihrem Ersparten erzielen. Die Notfallreserve sollte 3 bis 6 Nettomonatsgehälter betragen und möglichst schnell verfügbar sein. Wenn Sie es beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto einzahlen, können Sie jederzeit darauf zugreifen, auch wenn Sie darauf nur geringe Zinsen bekommen. Daneben gibt es auch andere liquide Anlageformen.

Bei Ihren Überlegungen sollten Sie auch Ihr Zeitbudget einbeziehen: Wie viel Zeit haben Sie, um sich mit Ihren Investments zu beschäftigen? Wie intensiv wollen Sie Wirtschafts- und Börsennachrichten verfolgen? Beachten Sie dabei: Mehr investierte Zeit verheißt nicht zwangsläufig eine hohe Rendite. Um besser zu sein als der Markt, brauchen Sie ein glückliches Händchen oder einen Informationsvorsprung. Warum genau sollten Sie dabei besser sein als die vielen professionellen Anlegerinnen und Anleger, die durch die großen Summen, die sie verwalten, wesentlich die Marktpreise bestimmen?

Ein günstiges Zeit-Rendite-Verhältnis dürften Sie in der Regel erzielen, wenn Sie Ihr Erspartes in ETFs oder Fonds anlegen. Der entsprechende Betrag wird bei Ihnen automatisch abgebucht und je nach Produkt spiegelt Ihr Depot ziemlich genau die Performance des Marktes wider.

Das schließt nicht aus, dass Sie regelmäßig prüfen sollten, ob die getroffenen Anlageentscheidungen noch zu Ihren Zielen und Lebensumständen passen. Regelmäßige Gespräche mit den Beraterinnen und Beratern Ihrer Sparkasse können Ihnen für Ihre Geldanlage wertvolle Erkenntnisse liefern.

Schritt 3: Ermitteln Sie Ihre Risikobereitschaft.

Ja, Sie können Ihr Geld sicher investieren. Wenn Sie etwa Beträge bis 100.000 Euro auf einem Festgeldkonto anlegen, ist es selbst bei einer Bankeninsolvenz durch das Einlagensicherungssystem geschützt. Nur die Inflation kann den Wert Ihrer Anlage schmälern, wenn sie höher ist als der Zinssatz.

Sie können aber auch maximal riskante Geschäfte eingehen. Mit einigen Zertifikat-Kategorien, die die Kursentwicklung eines Index oder Wertpapieres um ein Vielfaches multiplizieren („gehebelt“), können Sie theoretisch an einem Tag Hunderte Prozent Gewinn erzielen. Das ist jedoch keine Geldanlage, sondern Spekulation. Eine relativ kleine Bewegung in die falsche Richtung kann bereits den Totalverlust bedeuten. Bei bestimmten, sehr risikoreichen Produkten kann es sogar passieren, dass Sie verpflichtet sind, zusätzliches Geld nachzuschießen. Das vergrößert Ihren Verlust umso mehr. Es gilt zudem: Risiko und Rendite bedingen sich nicht 1:1. Nur weil etwas sehr risikoreich ist, muss es nicht auch eine hohe durchschnittliche Rendite erwarten lassen.

Ermitteln Sie für sich, wie viel Risiko angemessen ist. Welcher Risikotyp sind Sie? Können Sie schlechte Kursverläufe ertragen? Bis zu welchem Punkt? Bewerten Sie die Chancen und Risiken realistisch, am besten im Gespräch mit einer neutralen Person wie unseren Beraterinnen und Beratern. Denn Emotionen können schnell Fakten verdrängen und zu falschen Risikoeinschätzungen führen.

Ein guter Gradmesser: Wenn Ihre Investitionen Ihnen den Schlaf rauben, ist Ihre Geldanlage vermutlich zu risikoreich.

Schritt 4: Finden Sie die passenden Investments.

Geld ist ein gefragtes Gut. Daher gibt es endlos viele Möglichkeiten, Erspartes anzulegen. Ein Blick auf die wichtigsten Kategorien:

Anleihen

Anleihen werden von Staaten und Unternehmen herausgegeben. Wer eine Anleihe kauft, gibt dem Emittenten gewissermaßen einen Kredit. Eine Anleihe zahlt Zinsen, die Coupon genannt werden. Je nach Art der Anleihe erhalten Sie nach einer fest vereinbarten Zeit zudem den Nennwert der Anleihe zurück, also die (von Ihnen) verliehene Summe. Am Markt können Sie die meisten Anleihen auch zwischendurch an Dritte weiterverkaufen.

Chancen: Überschaubar, da Coupon und Rückzahlungsbetrag nicht unerwartet steigen können.
Risiken: Totalverlust möglich bei Zahlungsausfall.

Aktien

Mit Aktien erwerben Sie einen Anteil an einem Unternehmen. Wird das Unternehmen wertvoller, steigt auch der Wert Ihrer Anlage. Zudem zahlen einige Unternehmen Dividenden aus, einen festen Betrag je Aktie.

Chancen: Theoretisch sind Vervielfachungen des angelegten Betrages langfristig möglich.
Risiken: Stärkere Kursschwankungen sind üblich, auch Totalverlust ist möglich bei Insolvenz und geringer Insolvenzmasse.

So viel Rendite haben Dax, TecDax, MDax, Dow Jones, Nasdaq, Nikkei und der MSCI Weltindex in den letzten 20 Jahren erzielt:

Index

Kurs Oktober 2002

Kurs Oktober 2022

Rendite

Rendite pro Jahr

Dax

2.892

12.172

+ 321 %

7,5 %

TecDax

533*

2.664

+ 400 %

8,8 %

MDax

3.284

21.894

+ 567 %

10,0 %

Dow Jones Total Return Index

12.325

70.119

+ 469 %

9,1 %

Nasdaq Composite Total Return

2.007*

12.519

+ 524 %

10,1 %

Nikkei 225 Total Return

10.515

45.266

+ 330 %

7,6 %

MSCI World Brutto Index

2.200

12.645

+ 475 %

9,1 %

Quelle: Dax, TecDax, MDax, DJITR, Nasdaq, MSCI, Nikkei

*Oktober 2003

Hinweis: Der Dax ist einPerformance-Index, bei dem die Dividenden so miteingerechnet werden, als würden sie komplett reinvestiert. Der Dow Jones, der gemeinhin in den Nachrichten erwähnt wird, ist ein Kursindex. Nur die Kurswerte der Unternehmen werden gewertet – ohne die Dividendenzahlungen. In der Tabelle ist daher der Dow Jones Total Return Index berücksichtigt, der wie der Dax ein Performance-Index ist und die komplette Rendite (Aktienkurssteigerung + Dividende) widerspiegelt. Dies gilt für alle genannten Indizes.

(Video) Automatisierter Vermögensaufbau - In 5 Schritten zum Mehrkontenmodell | SMART INVEST

Rechenbeispiel:Hätten Sievor 20 Jahren einmalig 1.000 Euroan der Börse in den Dax investiert, wäre Ihr Depot im Oktober 2022 auf 4.208 Euro angewachsen, beim MDax sogar auf6.667 Euro. Sollte sich die Entwicklung weitere 20 Jahre mit gleicher Rendite fortsetzen, wären Ihre 1.000 Euro im Dax 18.044 Euro Wert und im MDax45.259 Euro. Der Unterschied zwischen einer jährlichen Rendite von 7,5 Prozent und 10,0 Prozent ist dank des Zinseszinseffekts auf die Dauer enorm. Beachten Sie jedoch, dass die Kursentwicklung der vergangenen Jahre nichts über die Zukunft aussagt.

ETFs, Fonds etc.

An der Wertentwicklung mehrerer Unternehmen können Sie auch gebündelt teilhaben – über ETFs (Exchange Traded Funds) und Fonds. Während aktiv verwaltete Fonds handverlesen die Mischung von Aktien, Anleihen und Ähnlichem vornehmen und immer wieder anpassen, bilden die meisten ETFs automatisiert die Entwicklung beispielsweise eines Index wie dem Dax, Dow Jones oder MSCI ab.

Chancen: Vervielfachung des eingelegten Kapitals ist möglich, gerade auf lange Sicht sind Wertsteigerungen realistisch.
Risiken: Auch stärkere Kursschwankungen sind möglich, Totalverluste allerdings so gut wie ausgeschlossen.

Immobilien

Wenn Sie nicht selbst ein Haus oder eine Wohnung kaufen, können Sie über Immobilienfonds ein Portfolio an Geschäfts- und Wohnimmobilien aufbauen.

Chancen: Moderate Wertsteigerungen auf lange Sicht.
Risiken: Abhängigkeit von wirtschaftlichen, demografischen und politischen Entwicklungen.

Geldmarkt: Festgeldkonto, Tagesgeld, Sparbuch und Co.

Sparkassen und Banken bieten verschiedene Optionen für Spareinlagen. Sie werden mit festen oder variablen Zinsen bedacht. Dazu gehören Sparbuch, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto und auch das Girokonto. Die Höhe der gezahlten Zinsen hängt davon ab, wie lange Sie das Geld anlegen, wie flexibel Sie darauf zugreifen möchten und wie hoch die Leitzinsen aktuell sind.

Woher kommen die Zinsen? Die Kreditinstitute legen Ihr Geld an, lagern es bei der Zentralbank ein oder vergeben damit Kredite. Als Lohn erhalten Sie dafür Zinsen.

Chancen: Je nach Zinslage eine kleine, sichere Wertsteigerung, zum größten Teil gedeckt durch ein Sicherungssystem.
Risiken: Zinsen können geringer sein als die Inflationsrate.

Schritt 5: Wählen Sie den passenden Anlage-Mix.

Wählen Sie aus diesen Möglichkeiten die passenden Produkte aus und kombinieren Sie sie für Ihre Strategie. Eine gut strukturierte Geldanlage zeichnet sich vor allem durch den einen breiten Mix verschiedener Anlageklassen aus wie Immobilienfonds, Rentenfonds, die in Anleihen investieren, oder Aktienfonds. Je nachdem, wie risikoorientiert Sie sind und wie Sie Ihre finanziellen Ziele setzen, können Sie dieAnlageklassenmischen – und ganz individuell investieren.

Berücksichtigen Sie Ihre eigenen Präferenzen. So gibt es viele nachhaltige Geldanlagen. Wer auf Algorithmen vertraut, kann Robo-Advisor wie den Bevestor nutzen. Die digitale Vermögensverwaltung der Sparkassen verwaltet Ihre Anlage unterstützt von Finanzexpertinnen und -experten automatisiert.

Beachten Sie bei allen Investitionsentscheidungen immer die Gebühren. Sie können Ihre Geldanlage erheblich schmälern und Ihren Vermögensaufbau geringer ausfallen lassen.

Welcher Anlagetyp sind Sie?

Sie wollen auf Ihre Anlage jederzeit zugreifen können?

Geldmarktfonds oder Tagesgeld sind besonders schwankungsarm. Das reduziert das Risiko, wenn Sie kurzfristig und schnell für ungeplante Ausgaben auf Teile Ihrer Anlage zugreifen möchten.

Die Renditeannahme für Tagesgeldkonten und den Geldmarkt liegt auf lange Sicht bei 1,5 Prozent.

Vermögensaufbau in 5 Schritten (1)

Sie setzen vor allem auf Planbarkeit?

Festverzinsliche Wertpapiere wie Staats- oder Unternehmensanleihen überzeugen durch ihre Transparenz. Vor allem die klare Planbarkeit der Erträge des angelegten Geldes ist der große Vorteil dieser Anlageklasse.

Die langfristige Renditeannahme zum Beispiel mit Sparbriefen, Staats- und Unternehmensanleihen liegt bei 2,5 Prozent.

Ihnen ist vor allem Stabilität wichtig?

Mit Immobilienfonds partizipieren Sparerinnen und Sparer an attraktiven Gewerbeimmobilien: Gut vermietete Bürogebäude, gefragte Einkaufszentren und Hotels sorgen so für eine stabile Wertentwicklung.

Die langfristige Renditeannahme mit Immobilienfonds liegt bei 3,0 Prozent.

Vermögensaufbau in 5 Schritten (2)
(Video) Vermögensaufbau – Das sollten Deine ersten Schritte sein!

Für Sie zählt eine gute Rendite?

Mit Aktienfonds nehmen Sie Anteil am Erfolg von Unternehmen und an den Chancen der internationalen Märkte. Sie sollten allerdings berücksichtigen, dass sich kapitalmarktbedingte Wert- und Währungsschwankungen negativ auf Ihre Anlage auswirken können. Mit einem höheren Aktienanteil steigt auch die Wahrscheinlichkeit und die Höhe möglicher Wertschwankungen. Gerade deshalb eignen sich Aktienfonds vor allem mit längerfristiger Perspektive: Denn wenn es zwischendurch zu Abschwungphasen kommt, kann sich das über die Anlagedauer wieder ausgleichen.

Die Renditeannahme mit Aktien liegt auf lange Sicht bei 6 Prozent.

Vermögensaufbau in 5 Schritten (3)

Egal, ob Ihnen Stabilität, Verfügbarkeit, Rendite oder Planbarkeit besonders wichtig sind: Gemeinsam mit Ihrer Sparkassenberaterin oder Ihrem Sparkassenberater finden Sie die passende Mischung für Ihren Vermögensaufbau.

5 Tipps für die Geldanlage

1. Tipp: Diversifizieren Sie.

Setzen Sie alles auf eine Karte, steigt ihr Risiko erheblich. Sie sollten beispielweise niemals all Ihr Vermögen in eine Aktie stecken. Egal, wie gut Sie als Anlegerin oder Anleger über das Unternehmen informiert sind, es können immer unvorhergesehene Dinge passieren, die dessen Wert an der Börse fallen lassen oder gänzlich wertlos machen. Dazu gehören Cyberangriffe oder andere kriminelle Umtriebe ebenso wie technische Fehler, menschliches Versagen, politische Entscheidungen oder Unglücke. Es ist auch nicht ratsam, zu stark in das eigene Unternehmen zu investieren. Geht es bankrott, sind Sie Ihren Job los und einen guten Teil Ihres Vermögens.

Sie sollten daher auch genau überlegen, ob es sinnvoll ist, sich eine Immobilie als einzige Altersvorsorge zuzulegen. Baumängel, Unglücke, politische Veränderungen und Wetterschäden können den Wert Ihrer Immobilie und damit Ihr gesamtes Vermögen deutlich schmälern.

Eine solide Strategie für den Vermögensaufbau besteht darin, ein Portfolio aus mehreren Anlageklassen aufzubauen.

2. Tipp: Kaufen Sie Aktien nicht auf Kredit.

Es mag verlockend erscheinen, bei einer günstigen Marktentwicklung mehr als das eigene Kapital zu investieren. Doch wenn Sie einen Kredit aufnehmen, um damit Aktien zu kaufen, könnten Sie sich schnell überschulden.

Dazu ein Rechenbeispiel: Sie investieren 5.000 Euro von Ihrem Ersparten in den Aktienmarkt. Zusätzlich nehmen Sie einen Kredit über 5.000 Euro auf, um noch stärker von den steigenden Kursen zu profitieren. Plötzlich bricht der Kurs um 50 Prozent ein, was bei einzelnen Aktien keine Seltenheit ist. Ihr Investment von 10.000 Euro schrumpft schlagartig auf nur noch 5.000 Euro. Sie haben all Ihr eigenes Geld verloren und müssen den Kredit samt Zinsen zurückzahlen.

3. Tipp: Zahlen Sie erst die Kredite ab, ehe Sie sparen.

Bevor Sie mit dem Sparen beginnen, sollten Sie Ihre Schulden abbezahlen. Denn deren Zinsen sind meist höher als die etwaiger Anlagemöglichkeiten. Geld, dass Ihnen an der Börse eine Rendite von vielleicht 5 Prozent einbringt, ist nicht sinnvoll investiert, wenn Sie noch einen Kredit mit 7 Prozent Zinsen abzahlen müssen. Doch prüfen Sie genau. Gerade in Zeiten steigender Zinsen sind eventuell ältere Kredite günstiger als die Verzinsung für Erspartes. Zudem gibt es nicht bei jedem Kredit die Möglichkeit zur Sondertilgung oder vorzeitigen Ablösung.

4. Tipp: Versuchen Sie, Ihr Einkommen zu erhöhen.

Geld für sich arbeiten zu lassen ist gut, aber eben oft mit Risiken verbunden. Investieren Sie Ihre Zeit in Arbeit, mit der Sie garantiert Geld verdienen. Vielleicht können Sie eine Gehaltserhöhung heraushandeln oder den Job wechseln? Je höher Ihr Einkommen, desto leichter können Sie sparen.

Prüfen Sie, ob für Sie vermögenswirksame Leistungen, eine Betriebsrente oder staatliche Begünstigungen wie bei der Rürup-Rente in Frage kommen.

5. Tipp: Sparen Sie sich Ihre Zeit.

Was nutzt Ihnen Ihr Vermögen, wenn Sie sehr viel Zeit darauf verwenden, es aufzubauen? Es gilt: Mehr investierte Zeit schafft nicht automatisch mehr Vermögen, zumindest ab einem gewissen Punkt. Den Markt schlagen auf Dauer nur wenige.

Häufige Fragen zum Vermögensaufbau

Wie kann ich Vermögen aufbauen?

Ein Vermögen können Sie mit Geld aufbauen, dass von Ihrem Einkommen nach allen Ausgaben übrigbleibt oder das Sie beispielsweise geerbt haben. Dafür braucht es keine großen Summen. Wichtig sind die richtige Investitionsentscheidung und die Anlagedauer. Anlegerinnen und Anleger haben an der Börse auf lange Sicht in der Vergangenheit besonders gut abgeschnitten.

Durch den Zinseszinseffekt werden aus 1.000 Euro bei einer jährlichen Rendite von 10 Prozent, wie der MDax sie in den letzten 20 Jahren vorweisen konnte, 6.667 Euro. Beachten Sie aber bei Ihrer Investitionsentscheidung, dass Entwicklungen aus den vergangenen Jahren nichts über die in den kommenden aussagen. Steigt etwa das Zinsniveau, werden festverzinsliche Anlagen deutlich attraktiver als zu Zeiten von Negativzinsen.

(Video) In 5 Schritten zum Vermögensaufbau

Wie kann ich mit wenig Geld ein Vermögen aufbauen?

Zwar hängen Risiko und Rendite nicht 1:1 zusammen. Wenn Sie aber aus wenig Geld ein kleines Vermögen machen wollen, sollten Sie insbesondere Anlagen suchen, die hohe Zinsen oder Renditen versprechen. In der Vergangenheit waren das vor allem Aktien. Viele ETF-Sparpläne, die die Entwicklung von Aktienindizes nachbilden, starten bereits ab 25 Euro im Monat. Allerdings sollten Sie beachten, dass Sie mit Geld besonders sorgsam umgehen sollten, wenn es ohnehin knapp ist. Wägen Sie daher ab, ob die Sicherheit Ihrer Anlage nicht Vorrang haben sollte.

Wie viel Vermögen brauche ich in welchem Alter?

Wie viel Geld Sie wann brauchen, hängt von Ihren Lebensumständen ab. Generell gilt: Je früher und kontinuierlicher Sie investieren, desto größer ist Ihr Vermögensaufbau. Verschaffen Sie sich dazu einen Überblick über Ihre Finanzen und Ihren Bedarf.

Welche Anlagestrategien gibt es?

Die Anlagestrategien unterscheiden sich vor allem nach der eigenen Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont. Risikoscheue Menschen sollten auf festverzinsliche Sparbriefe setzen. Wer mehr Risiko gehen und auch lange investiert bleiben möchte, könnte den Aktienanteil erhöhen. Ratsam ist, auf einen Mix aus verschiedenen Anlageklassen zu setzen, um nicht zu abhängig von einem einzigen Markt zu sein.

Warum ist Vermögensaufbau wichtig?

Wenn Sie heute sparen, kann sich Ihr Geld bald selbst vermehren. Dadurch haben Sie idealerweise mehr in der Zukunft und stärken Ihre finanzielle Unabhängigkeit. Mit dem Vermögensaufbau können Sie sich eine private Altersvorsorge aufbauen. Geld, das nicht investiert ist, verliert hingegen durch die Inflation an Wert.

Wann kurzfristiger oder langfristiger Vermögensaufbau?

Wenn Sie in naher Zukunft viel Geld benötigen, um sich einen Wunsch zu erfüllen, sollten Sie eine hohe Rendite anstreben und eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen. Wenn Sie jung sind und ein Vermögen als Altersvorsorge brauchen, könnte der Anlagemix anders aussehen. Sprechen Sie dazu am besten mit den Beraterinnen und Beratern Ihrer Sparkasse.

Wie sollte ich mein Vermögen verteilen?

Prüfen Sie, welcher Risikotyp Sie sind und streuen Sie Ihr Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien und Anleihen.

Was ist ein gutes Vermögen?

Was Sie als gutes Vermögen empfinden, hängt ganz allein von Ihnen und Ihren Bedürfnissen ab. Es braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Aber es erspart einige Sorgen, finanziell abgesichert zu sein.

Vermögensaufbau in 5 Schritten (4)

Vermögensaufbau in 5 Schritten (5)

(Video) 5 Tipps für den Vermögensaufbau | Was jeder Anleger beachten sollte

Sie möchten Vermögen aufbauen? Los geht's.

FAQs

Was ist ein Vermögensaufbau? ›

Laut Definition besteht Vermögensaufbau darin, eine passende Geldanlage auszuwählen, in diese zu investieren und hiermit als Anleger schließlich passives Einkommen zu erzielen. Das vorhandene Vermögen wird somit also nicht durch das Sparen Deines Geldes, sondern durch ein aktives Investment vermehrt.

Wie baut man sich ein Vermögen auf? ›

auf Aktien und ETFs setzt, kann dabei helfen, langfristig Vermögen aufzubauen. Besonders durch die breite Streuung von ETFs ist das Risiko weniger hoch als bei Investitionen in Einzelaktien. Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie sich mit wichtigen Fragen – wie bspw. Ihrer Risikobereitschaft – auseinandersetzen.

Wie kann ich mein Geld verdoppeln? ›

Kursschwankungen ausnutzen

Eine der naheliegendsten Möglichkeiten für Investoren, die ihr Geld an der Börse anlegen und verdoppeln wollen, ist es, Kursschwankungen auszunutzen.

Wie viel Prozent des Vermögens sollte man anlegen? ›

Wie sollte man das Geld aufteilen? "Es gibt eine Faustregel über die Aktienquote, die lautet: 100 minus das Lebensalter", erklärt Panagiotis Siskos. "Ein 40 Jahre alter Mann kann also 60 Prozent seines Vermögens in Aktien oder Aktienfonds anlegen. Ein 70 Jahre alter Mann dementsprechend nur noch 30 Prozent."

Was ist die 50 30 20 Regel? ›

Sparstrategien gibt es viele - eine davon ist die 50/30/20-Regel. 50% für Fixkosten wie Miete, 30% für den Lifestyle wie etwa Restaurantbesuche und 20% fürs Sparen.

Wie viel sollte man mit 30 Jahren gespart haben? ›

Legt eine 30-Jährige bis zum Rentenbeginn zehn Prozent des Einkommens zurück, wie viele Finanzexperten empfehlen, könnte sie so noch rund 111.000 Euro ansparen. Das heißt, dass eine 30-jährige Frau heute bereits rund 52.000 Euro auf dem Konto haben müsste, um die verbleibende Lücke zu schließen.

Ist man mit 300.000 Euro reich? ›

Beim Vermögensreichtum findet die Marke von einer Million die meiste Zustimmung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Civey hervor. Auch bei mindestens 250.000 Euro Vermögen wird bereits von Reichtum gesprochen.

Was gehört nicht zum Vermögen? ›

Nicht zum Vermögen zählt das sog.

Angemessener Hausrat, z.B. Möbel, Haushaltsgegenstände. Gegenstände zur Berufsausübung, z.B. Pkw bei Handelsvertretern, Arbeitsgeräte, Fachliteratur, Schutzkleidung.

Wie kann man 10000 € vermehren? ›

Die derzeit am häufigsten genutzten Investments für 10.000 € im privaten Bereich sind:
  1. Festgeld.
  2. Tagesgeld.
  3. ETFs.
  4. Aktien.
  5. Crowdinvesting/ Crowdfunding.
  6. Sachwerte.
  7. besondere Anlageformen.

Was ist die sicherste Geldanlage? ›

Tagesgeld - Das Tagesgeldkonto ist die sicherste Form der Geldanlage. Dein Geld ist täglich verfügbar und zusätzlich durch die Einlagensicherung innerhalb der EU gesetzlich abgesichert.

Wie lange muss ich sparen um 100.000 € zu haben? ›

Stiftung Warentest hat eine Analyse basierend auf Zahlen und Entwicklung seit 1969 durchgeführt. Diese hat vorab ergeben, dass eine Person im Schnitt 280 Euro im Monat mittels Aktien und festen Zinsanlagen sparen müsste, um in 20 Jahren 100.000 Euro anzusparen.

Wie viel Geld braucht man um von den Zinsen leben zu können? ›

Damit Dein Vermögen also nicht schrumpft, wird eine Geldanlage benötigt, die Dir eine jährliche Rendite über mindestens 4 Prozent bringt. So ist es möglich, 30 Jahre lang ohne Vermögenseinbußen vom eigenen Kapital zu leben.

Wird das Geld bald nichts mehr wert sein? ›

Inflation bedeutet, dass der Wert Ihres Geldes abnimmt. Das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist eine jährliche Inflationsrate von 2 Prozent. Die Inflationsrate lag im Oktober 2022 nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts bei 10,4 Prozent.

Wie viel Geld für Lebensmittel pro Monat 1 Person 2022? ›

Im Schnitt liegen die Kosten für Lebensmittel pro Monat bei 402 € – pro Haushalt und inklusive Getränke und Tabakwaren. Natürlich spielt auch hier eine Rolle, ob du im Discounter oder im Bioladen einkaufst, ob du dir regelmäßig Getränke liefern lässt oder rauchst.

Wie viel Geld auf dem Konto ist normal? ›

Damit besaß jeder Einwohner über 17 Jahren im Durchschnitt rund 88.000 Euro als Nettogesamtvermögen. Das waren knapp 8.000 Euro oder rund zehn Prozent mehr als 2002, haben Joachim R. Frick und Markus M.

Wie viel Geld sollte man pro Monat übrig haben? ›

Um die laufenden Ausgaben für Miete, Auto, Lebensmittel, Strom, Handy usw. zu begleichen, sollten 50 % Ihres verfügbaren Einkommens ausreichen. Begrenzen Sie Ihre Bedürfnisse falls nötig.

Wie viel Geld sollte man mit 50 gespart haben? ›

Wer 30 Jahre alt ist, sollte sein Jahresgehalt auf dem Sparkonto haben. Mit 40 Jahren sollte man das Dreifache seines Jahreseinkommens gespart haben. Im Alter von 50 Jahren sollte das Sechsfache des Jahreseinkommens auf dem Konto liegen.

Wie viel Geld sollte man mit 60 gespart haben? ›

Früher in den Ruhestand So schaffen Sie die Rente mit 60

Ein Rechenbeispiel: Wer mit 60 Jahren seinen Ruhestand antreten will und 25 Jahre jeden Monat 1000 Euro zur Verfügung haben möchte, müsste 300.000 Euro angespart haben.

Wie viel Geld sollte man mit 40 haben? ›

In der Altersgruppe der 40 bis 44-Jährigen zählt man mit einem Vermögen des Haupteinkommensbeziehers von 438.900 Euro zu den reichsten zehn Prozent. Das Durchschnittsvermögen (50 %-Perzentil) liegt in dieser Altersgruppe bei 105.000 Euro.

Wer zählt als Normalverdiener? ›

Wie es der Mittelschicht in Deutschland geht

Zu Beginn der Corona-Krise haben Normalverdiener sogar besonders profitiert. Zur Mittelschicht gehört in Deutschland, wer als Alleinstehender mindestens 1500 Euro im Monat zur Verfügung hat oder in einer Familien mit zwei Kindern mindestens 3000 Euro im Monat.

Wo fängt die Mittelschicht an? ›

Die Grenzen der Mittelschicht

Ein Alleinstehender zum Beispiel zählt demnach zur Mittelschicht, wenn er im Jahr 2019 netto zwischen 1.690 und 3.160 Euro verdient. Für Familien gelten andere Grenzwerte, weil sie andere Bedürfnisse haben. Statistiker ziehen deshalb das sogenannte bedarfsgewichtete Nettoeinkommen heran.

Warum sollte man nicht viel Geld auf der Bank haben? ›

Das große Problem dabei: Die niedrigen Zinsen machen eine Geldanlage auf dem Girokonto wenig lukrativ – meist verliert das Geld der Sparer dort durch Inflation und Teuerung stärker an Wert, als die Zinsen es ausgleichen können. Die meisten Banken berechnen zudem bei hohen Kontoguthaben auch ein Verwahrentgelt.

Welches Vermögen ist unantastbar? ›

Auch kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte können unangetastet bleiben, solange der Freibetrag des Leistungsempfängers 5000 Euro nicht übersteigt. Für jede weitere Person, die vom Leistungsempfänger unterhalten wird, gilt ein zusätzlicher Freibetrag von 500 €.

Wie viel Erspartes darf man beim Bürgergeld haben? ›

Wer auf Bürgergeld angewiesen ist, darf in der Karenzzeit das Ersparte behalten. So darf Vermögen erst ab 40.000 Euro angetastet werden, für jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft ab 15.000 Euro. Wer zwischen 520 und 1.000 Euro verdient, kann jetzt mehr von seinem Einkommen behalten.

Wie viel Barvermögen darf man haben? ›

Im Einzelnen sind geschützt: „kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte“ – das sind für Volljährige pauschal 5.000 Euro pro Person, für jede minderjährige Person, die von einer volljährigen Person überwiegend unterhalten wird, 500 Euro.

Warum sparen manche Leute nichts? ›

Warum haben so viele Menschen keine Ersparnisse oder können kein Geld sparen? Weil für viele Menschen das 1957 formulierte parkinsonsche Gesetz gilt. Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass egal, wie viel die Menschen verdienen, sie dazu neigen, alles wieder auszugeben und sogar ein wenig darüber hinaus.

Was ist die 60 40 Regel Geld? ›

Spartipp 3: Beachten Sie die 60/40-Regel.

Feste Ausgaben wie die Miete oder Kreditraten sollten nicht mehr als 60 Prozent der Gesamtausgaben betragen. Damit sichern Sie sich eine gewisse Flexibilität im monatlichen Budget, da nicht alles fest verplant ist.

Wann ist man sparsam? ›

Dabei bezeichnet der Begriff Sparsamkeit einen bedachten Umgang mit Geld und wirtschaftlichen Gütern. Um sparsam zu leben, musst du nicht auf alles verzichten. Viel mehr sollst du deine Geldausgaben bewusst machen und dir überlegen, wie viel du für gewisse Dinge ausgibst und ob diese den Preis wert sind.

Wohin mit dem Geld bei Inflation? ›

Aktienfonds. Breit gestreute, weltweit anlegende Aktienfonds sind wegen ihrer hohen Renditechancen eines der besten Mittel gegen Inflation. Zwar haben sie ein relativ hohes Risiko, doch bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren ist das überschaubar. Anders als Immobilien sind sie auch für kleines Geld zu haben.

Was tun gegen Inflation privat? ›

Sieben Geldtipps gegen die Inflation
  1. Wenn die Preise steigen: Kosten senken. ...
  2. Welche Geldanlage bei Inflation am besten ist. ...
  3. Besonders auf die Energiepreise achten. ...
  4. Persönliche Ausgaben kritisch überprüfen. ...
  5. Ruhe bewahren. ...
  6. Wer seinen Sparplan anpassen sollte. ...
  7. Altersabsicherung nicht vergessen.
Nov 5, 2021

Kann man nur von Dividenden leben? ›

Geht man von einer solchen langfristigen Dividendenrendite aus, dann benötigt man ein Vermögen von rund 1,1 Millionen Euro, um daraus jedes Jahr Dividenden in Höhe von 38.400 Euro zu entnehmen. Nach Steuern bleiben Ihnen dann die notwendigen 28.800 Euro für Ihren Lebensunterhalt übrig.

Wie viel Geld darf ich zu Hause haben? ›

Es gibt keine Obergrenze für Bargeld, das man Zuhause lagern darf. In Deutschland bewahrten Privatpersonen im Jahr 2018 durchschnittlich 1.364 Euro an Bargeld zu Hause oder in einem Schließfach auf. Beachten Sie aber, dass Sie im Notfall vielleicht nicht an das Schließfach kommen.

Ist es ratsam sein Geld von der Bank zu holen? ›

Es ist immer sinnvoll, etwas Bargeld zu Hause griffbereit zu haben. Wie viel Bargeld Sie dort aufbewahren, ist Ihnen selbst überlassen. Es ist zwar nicht strafbar, größere Mengen an Bargeld in den eigenen vier Wänden zu lagern. Dennoch sollten Sie daheim nicht zu viel Geld aufbewahren.

Wie legt man 50.000 Euro am besten an? ›

Festgeld gilt als eine sehr sichere Variante, um 50.000 EUR anzulegen. Das Geld wird auf ein festverzinsliches Sparkonto für eine feste Anzahl an Jahren geparkt. Der Zinssatz und die Laufzeit werden vorab festgelegt, weshalb Festgeld grundsätzlich höher verzinst wird als Tagesgeld.

Wie kommt man schnell zu viel Geld? ›

Ich brauche Geld?! – 10 Möglichkeiten, um schnell an Geld zu kommen
  1. Kellnern. ...
  2. Online mit Umfragen Geld verdienen: die besten Anbieter. ...
  3. Klamotten verkaufen. ...
  4. Jobs mit sofortiger Auszahlung. ...
  5. Testerheld: heute Geld verdienen – morgen auf dem Konto. ...
  6. Blut oder Plasma spenden. ...
  7. Mit Apps Geld verdienen. ...
  8. BlaBlaCar und Carsharing.

Wie kann ich 500 Euro am Tag verdienen? ›

Wie kann ich 500 Euro am Tag verdienen? - Quora. 500,-€ am Tag ist ohne Vorlauf & Vorkenntnisse nicht möglich. Diverse Beratergruppen, z.B. SAP-Berater, Business-Coaches, Gast-Köche (mit 1em Stern), Bartender, Fitness-Trainer (wenn sie Manager trainieren) können 500,-€ Umsatz generieren.

Wie lege ich 30.000 € am besten an? ›

Sparer, die 30000 Euro anlegen wollen, sollten in ihrem Portfolio in jedem Fall ein Festgeld- sowie ein Tagesgeldkonto besitzen. Festgeldkonten garantieren über die gesamte Laufzeit - möglich sind Zeiträume zwischen einem Monat und fünf Jahren - einen festen Zinssatz und bieten dem Anleger Planungssicherheit.

Ist man mit 50000 Euro reich? ›

Vermögensverteilung – Wer als „reich“ gilt

Gruppe der Unter-30-Jährigen: Ein Vermögen von 71.300 Euro reicht laut IW aus, um zu den reichsten 10% zu gehören. Das Durchschnittsvermögen (50%-Perzentil) liegt demnach bei 50.000 Euro.

Wie viel Geld um nicht mehr arbeiten zu müssen? ›

Nehmen wir an deine gesamten jährlichen Ausgaben betragen zum Beispiel 40.000 €. Multiplizierst du diese mit 25 ergibt das jenen Betrag, den du benötigst um “nicht mehr arbeiten zu müssen” (40.000 € x 25 = 1.000.000 €).

Ist man mit 500.000 Euro reich? ›

500.000 Euro hört sich nach viel Geld an. Viele glauben, dass diese Summe locker bis ins hohe Alter reicht. Die Erfahrung lehrt allerdings, dass das Geld schnell aufgebraucht ist, wenn man keinen richtigen Plan für den Verzehr hat und man nicht weiß, welche Rendite für den Kapitalerhalt nötig ist.

Wie viel Geld um mit 55 in Rente zu gehen? ›

Dabei gehen wir davon aus, dass im Alter inflationsbereinigt € 3.000 pro Monat benötigt werden, um den Lebensstandard zu halten und nehmen an, dass die gesetzliche Rente der aktuellen Durchschnittsrente von € 989 entspricht.

Kann man mit 1 Million aufhören zu arbeiten? ›

Planen Sie also etwa mit 50.000 Euro im Jahr, benötigen Sie 1,25 Millionen Euro, um nie wieder arbeiten zu müssen und sich trotzdem keine finanziellen Sorgen mehr zu haben. Benötigen Sie hingegen 100.000 Euro im Jahr, erhöht sich das Startkapital für finanzielle Freiheit auf 2,5 Millionen.

Wie viel Geld brauche ich mit 50 in Rente zu gehen? ›

Das Ergebnis: Wer mit 30 Jahren in Rente gehen will, braucht rund 383.400 Euro, laut Finanztip-Rechner. Wer mit 40 Jahren aufhören will, zu arbeiten, braucht 374.400 Euro und für die Rente mit 50 benötigt ihr 355.100 Euro im Depot.

Wie kann ich mein Geld vor dem Crash retten? ›

In ein vernünftig diversifiziertes Depot gehören: Aktien, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen guter Schuldner wie Schweiz, Norwegen, Kanada, Australien Brasilien und Südkorea; Immobilien und Gold. Gold ist die ultimative Absicherung gegen ein wie auch immer geartetes Extrem-Krisenszenario.

Wann kommt der große Euro Crash? ›

Zum Jahreswechsel wird im Rahmen der Debatte um europäische Haushalte und vor allem den italienischen Staatshaushalt erneut auf das Risiko eines Euro Crash in 2022 hingewiesen. Dies ist allerdings nicht die erste verfrühte Todesmeldung für den Euro, und Totgesagte leben bekanntlich länger.

Was mache ich mit meinem Geld wenn der Euro zerbricht? ›

Nach einem Scheitern des Euro müsste neues Bargeld gedruckt werden. Vermutlich wäre zunächst kein Bargeld mehr erhältlich, bis Banken- und Kassenautomaten umgestellt sind. Banken und Unternehmen müssten ihre IT-Systeme umstellen.

Wie funktioniert Vermögensaufbau mit ETF? ›

Mit einem ETF-Sparplan legst Du regelmäßig Geld in Wertpapieren an. Vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein Sparplan sinnvoll. Für den Sparplan benötigst Du lediglich ein Wertpapierdepot. Danach musst Du nur noch auswählen, in welchen Indexfonds (ETF) Du investieren möchtest.

Warum Vermögensaufbau? ›

Wenn Sie heute sparen, kann sich Ihr Geld bald selbst vermehren. Dadurch haben Sie idealerweise mehr in der Zukunft und stärken Ihre finanzielle Unabhängigkeit. Mit dem Vermögensaufbau können Sie sich eine private Altersvorsorge aufbauen. Geld, das nicht investiert ist, verliert hingegen durch die Inflation an Wert.

Was sind Vermögenswerte Beispiele? ›

Immobilien, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle, Fonds, Kunst, Antiquitäten, Oldtimer, Schiffe, Firmenbeteiligungen, Luxusautos und vieles mehr werden als Vermögenswerte bezeichnet.

Was meint man mit Vermögen? ›

alle in Geld bewerteten dauerhaften Güter und Rechte wie Grundbesitz, Wertpapiere oder Bargeld einer Person, eines Unternehmens, aller privaten Haushalte, des Unternehmenssektors, des Staates oder der Volkswirtschaft.

Wie viel Geld nach 10 Jahren ETF? ›

Welche Wertentwicklung erzielen globale Aktien-ETFs langfristig? Wenn Sie zehn Jahre lang mit einem ETF in den globalen Aktienindex MSCI World investiert haben, konnten Sie zwischen 2010 und 2020 eine durchschnittliche Rendite von rund 10 % erzielen.

Kann man mit ETF was falsch machen? ›

5 Fehler mit ETFs, vor denen sich jeder Einsteiger hüten sollte
  1. Investieren Sie nicht, ohne das Finanzprodukt zu kennen. ETFs sind ohne Frage eine einfache Möglichkeit Geld anzulegen. ...
  2. Handeln Sie ETFs nicht aktiv. ...
  3. Wechseln Sie die ETFs nicht ohne guten Grund. ...
  4. Denken Sie an die notwendige Diversifikation.
Jan 6, 2021

Kann man mit ETF pleite gehen? ›

ETFs sind Sondervermögen

Selbst wenn die Investmentgesellschaft pleitegeht und ihre Kreditgeber bedienen muss, ist das Kapital der Anleger gesetzlich geschützt. Nach Paragraf 92 des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) ist das Sondervermögen getrennt zu halten und man haftet nicht für Schulden des ETF-Anbieters.

Wie lange dauert Vermögensaufbau? ›

Und eine durchschnittlich verzinste Geldanlage kann über einen langen Zeitraum von 10 oder 15 Jahren einen höheren Gewinn einbringen als eine Geldanlage mit hoher Verzinsung, die ein großes Risiko beinhaltet. Geduld ist beim Vermögensaufbau wichtig.

Wie viel Liquidität privat? ›

In der Regel empfehlen Finanzberater, den Gegenwert von mindestens sechs Monatseinkommen in Form von liquiden Mitteln bereitzuhalten, um unerwartete Ausgaben zu decken.

Welche Rendite ist realistisch? ›

Doch wie viel Rendite ist realistisch? Bei klassischen Anlageformen wie ETFs und Fonds sollten Laien-Anleger Renditen von rund zehn Prozent jährlich anpeilen. Höhere Gewinne sind für erfahrene Investoren realistisch - besonders beim Daytrading und am Forex-Markt.

Ist ein Auto ein Vermögenswert? ›

Zu Vermögenswerten, die Einkünfte generieren, gehören Dividenden ausschüttende Aktien, Lizenzgebühren und Patente. Auch hochwertige Gegenstände, die du besitzt und bereits abbezahlt hast (also wofür du kein Geld mehr schuldest), fallen zum Teil in diese Definition - wie etwa dein Haus oder dein Auto.

Ist Gold ein Vermögenswert? ›

Gold ist ein wertvoller Vermögenswert, der dazu beitragen kann, Ihr Vermögen vor Inflation und anderen wirtschaftlichen Risiken zu schützen.

Ist ein Haus ein Vermögenswert? ›

Richtig, Du hast jeden Monat einen Überschuss auf Deinem Konto und somit ist Deine Immobilie ein Vermögenswert. Außerdem ist es so, dass Du die Kosten in Deiner Steuererklärung als Aufwand geltend machen kannst. Das kannst Du im Gegenzug bei Deinem Eigenheim nicht.

Was ist ein gutes Vermögen? ›

Als Daumenregel sollte jeder mit 40 ein Vermögen in der Größe eines Nettogehalts gespart haben. Verdient man 3.500€ brutto, wären das 27.000€. Wer zu den oberen 50% der 40-Jährigen Deutschen gehören möchte, muss bereits 87.200€ gespart haben.

Was ist ein normales Vermögen? ›

60.400 Euro, sagt die Deutsche Bundesbank. Das ist der Median-Wert aller Nettovermögen je Haushalt in Deutschland. Das Nettovermögen ist dabei der Wert allen Geldes und aller Besitztümer abzüglich der Schulden.

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Author: Saturnina Altenwerth DVM

Last Updated: 12/21/2022

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